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  • Von der Zeit des Zusammenhalts und unbezahlbaren Momenten: Die Kraft der Gemeinschaft, die uns zeigt, dass Vertrauen und Hingabe unsichtbar, aber unverzichtbar sind.

Teil 12: Von Philanthropen und Liebesecken

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estern haben wir Weihnachten gefeiert, ein Fest der Liebe und des Zusammenhalts, aber auch ein Moment der Selbstreflexion und des Nachdenkens über die Werte, die wir in unserem Leben und in unserem Handeln hochhalten. In diesem Sinne möchte ich heute einige Gedanken mit euch teilen: Weihnachten lässt mich in diesem Jahr besonders nachdenklich und dankbar zugleich zurück. Wir mussten eine schwere, aber notwendige Entscheidung treffen: Sarah, ein geschätztes Mitglied unseres Teams, musste uns aufgrund der großen räumlichen Distanz verlassen. Dieser Abschied fiel uns allen nicht leicht, doch Sarahs Reaktion darauf hat mich umgehauen und tief beeindruckt. Sie zeigte eine Größe und Reife, die alle guten Werte bestätigte, die ich bei ihr von Anfang an gesehen hatte. Es war mehr als nur eine professionelle Reaktion; es war ein Ausdruck echter Menschlichkeit und Stärke. Ihre Art, mit dieser Situation umzugehen, erinnerte mich daran, wie wichtig es ist, Menschen nicht nur nach ihren Fähigkeiten, sondern auch nach ihrem Charakter zu beurteilen.

Die Weihnachtszeit brachte uns dieses Jahr eine besondere Überraschung: Franziska, ein neues Gesicht in unserem Team, das durch Dominik, unseren passionierten Kollegen, zu uns kam. Ihre spontane Einladung zu unserem traditionellen Weihnachtsessen, das wir stets mit unseren Lebenspartnern und Kindern feiern, war ein Ausdruck unserer offenen und herzlichen Teamkultur. Und was für eine Freude es war, als Franziska zusagte! Wir trafen uns in Floris charmantem Gourmet-Restaurant, gleich neben „Kolibris Leseecke“. Ein Ort, der mit seinem bayrisch-italienischen Flair die perfekte Kulisse für unsere philanthropische Feier bot. Dieses Event war eine Gelegenheit, uns besser kennenzulernen, die Menschen hinter unseren Kolleginnen und Kollegen zu sehen, ihre Geschichten und die ihrer Familien zu hören. Es war ein Abend voller Lachen, Geschichten und wärmender Nähe – Erinnerungen, die in unseren Köpfen wie kostbare Bilder gespeichert sind. Wir haben beschlossen, diese Momente nicht auf sozialen Netzwerken zu teilen, sondern sie als unseren privaten Schatz zu bewahren. Denn manche Erlebnisse sind wie Diamanten – selten und von unschätzbarem Wert. Es geht nicht darum, euch auszuschließen, sondern darum, die Intimität und Kostbarkeit des Moments zu bewahren, der nur uns gehört.

Um euch aber nicht völlig auszuschließen, haltet euch fest, teile ich mit euch eine kleine, aber feine Anekdote aus dem Nähkästchen: Als Franziska zu ihrem Bewerbungsgespräch kam, war ich leider in einem endlosen Telefonat gefangen. Mein lieber Ehemann, immer bereit, in die Bresche zu springen, übernahm kurzerhand das Empfangskomitee. Nachdem er Franzi in unserer Küche einen Kaffee kredenzt hatte, wollte er sie dann mit Dominik in die Räumlichkeiten von „Kolibris Leseecke“ führen. Stellt euch vor: Da steht er, souverän wie immer, und sagt zu Franzi mit fester Stimme: „Ich bringe Dich jetzt runter in Kolibris Liebesecke!“ Ja, ihr habt richtig gehört, „Liebesecke“! Seine Ohren färbten sich augenblicklich tomatenrot, und ich konnte mir das Lachen nicht verkneifen. Houman, der sonst nie um Worte verlegen ist, tappte in die Falle seiner eigenen Worte und ich und Dominik hatten einen herrlichen Lacher. Seitdem hat er – der freiwillig und liebevoll die Position der „Teilzeit Chefsekretärin“ übernommen hat – seinen Spitznamen weg, und wir necken ihn täglich damit. Ich hoffe, Franzi hat ihm den kleinen Fauxpas verziehen und wird Dominik und mich dabei unterstützen, dass „Kolibris Liebesecke“ Houman noch lange verfolgt :-)

Ich hoffe, ihr konntet genau so herrlich lachen wie wir – diese gute Stimmung nutze ich jetzt für einen passenden Übergang zu den Neuigkeiten der letzten Wochen: Rückblickend auf unsere bisherige Reise in den letzten Blogbeiträgen, erfüllt es mich mit einem Gefühl des Stolzes und der Erleichterung, zu sehen, wie weit wir gekommen sind. Die vielen Pläne und Hoffnungen, die wir in den vergangenen Einträgen mit euch geteilt haben, haben nun konkrete Formen angenommen – ein Zeugnis unseres gemeinsamen Engagements und unserer Ausdauer. In dieser festlichen Atmosphäre möchten wir euch zwei bedeutende Meilensteine verkünden, die wie ein lang ersehnter Sieg erscheinen. Zum einen haben wir den entscheidenden Schritt gemacht, eine gemeinnützige GmbH zu gründen, die „Zukunft lesen Stiftung gGmbH“. Diese Entscheidung, die einst nur eine Vision in unseren Köpfen war, ist jetzt Realität geworden. Auch wenn wir noch auf die offizielle Bestätigung des Namens warten, ist allein die positive Prüfung der Satzung durch das Finanzamt ein Grund zur Freude und ein Beweis dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Zum anderen, am 20. Dezember, ein weiterer triumphaler Moment: das Go-Live unserer Internetseite. Dieser Schritt, der in unseren früheren Blogbeiträgen noch in Planung war, ist nun Wirklichkeit. Mit den Bildern unseres letzten Fotoshootings haben wir eine digitale Präsenz geschaffen, die unsere Vision und unsere Werte widerspiegelt. Es ist ein Zeichen dafür, dass wir nicht nur Träume haben, sondern auch die Fähigkeit, diese zu verwirklichen. All diese Fortschritte sind wichtige Teilerfolge auf unserer Reise – Schritte, die uns zeigen, dass unsere harte Arbeit Früchte trägt und dass wir gemeinsam noch viel erreichen können.

Ich bin dankbar, dass ich Weihnachten im Kreis meiner Familie feiern konnte, besonders da unsere älteste Tochter, die in Karlsruhe studiert, dieses Jahr dabei sein konnte. Es war ein besonderer Moment, in den Augen meines Mannes das Glück zu sehen, alle drei Kinder am Weihnachtstisch vereint zu haben. Solche Momente sind kostbare Erinnerungen, die wir im Herzen bewahren.

In dieser festlichen Zeit denke ich auch an jene, die es nicht so leicht hatten, wie meine Tante, die die Weihnachtsnacht im Krankenhaus verbringen musste. Meine Gedanken sind bei ihr und bei allen, die aus verschiedenen Gründen nicht die Gelegenheit hatten, das Fest im Kreise ihrer Lieben zu feiern. An all jene richte ich meine Botschaft: Ihr seid in unseren Herzen und Gedanken. Ich sende euch Wärme und positive Gedanken, in der Hoffnung, dass sich eure Umstände bald zum Besseren wenden mögen.

Lasst uns in diesen Zeiten der Freude und der Herausforderung zusammenstehen und füreinander da sein, nicht nur während der Weihnachtszeit, sondern das ganze Jahr über.

In Liebe und Dankbarkeit,

Nicole Feldberger